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Simson-Rügentour 2010

Eigentlich schwirrte, seit wir seit einem knappen Jahr zwei Mopeds unser Eigen nennen dürfen, uns eine ... vielleicht dreiwöchige Urlaubs- ... Mopedtour durch Schweden durch die Birne. Zum einen, weil ich noch nie in Schweden war, aber immer schon mal hin wollte, zum anderen, weil wir ganz viel Moped fahren wollten. Und das zwar immer und gerne, aber nicht immer nur durch die Uckermark (dieser Tour hier sind noch einige ähnliche gefolgt, allerdings aus Zeitgründen bisher ohne Eintrag im Blog).

Aus Schweden wurde nix, und 'ne Mopedtour hatten wir auch schon nicht mehr geplant ... allerdings auch kein anderes Ziel avisiert. Dann schickte M. mir am 12.08. diese E-Mail:

... aber dies hier gefunden: http://www.simson-ruegentour.de/ Das wär's doch ;o) ... aber da müssten wir ja vorher noch zelten üben ...

Ich darauf:

Au ja! Das wär fetzig! Zelten kann ich schon, soll ich es Dir beibringen? Aber es ist auch janz schön kurzfristig für uns - haben kaum Ausrüstung .... Kocher und so. Aber eigentlich genial. Da hätte ich große Lust drauf!

Telefonisch einigten wir uns dann darauf, dass wir uns die Seiten der Vorjahrestouren abends im Netz noch mal anschauen.

Und dann haben wirs einfach "gebucht" und hätten also noch eine Woche, die eigentlich voll gestopft mit Arbeit war, zum Vorbereiten. Doch dann: Montag. M. liegt flach. Krank! Au weia. Aber Dienstag bissel besser, Mittwoch wars wieder gut. Das Wetter sieht recht mies aus. Wir brauchen Regenklamotten! Mittwochabend in Berlin gekauft. Donnerstag: ich lieg flach. Krank. Do/Fr sollte irgendwie gehen, aber Sa muss ich arbeiten! Irgendwie gehts Samstag wieder ... Ich bin nach der Arbeit kaputt, und wir sind aber vor allem gespannt und sehr urlaubsreif!

Nach dem sonntäglichen Ausschlafen und dem anschließenden Probepacken aller Gepäckstücke auf die Mopeds, konnte es Montag früh, ganz in Ruhe und entspannt - so gg. halb zehn - eine halbe Stunde vor der geplanten Abfahrtzeit, losgehen.

Anfahrt Lychen - Stralsund

Unser erster kleiner Zwischenstopp war im mecklenburgischen Möllenbeck, wo er mir diese kleine Gaststätte zeigen wollte: "St. Moritz". Ein stillgelegter Bahnhof. Die Gaststätte ist im ehemaligen Bahnhofsgebäude und in diesem Waggon. Schade, dass noch "zu" war.

Gaststätten-Eisenbahnwaggon

Stralsund

Treff der Tourteilnehmer war Montag, 23.08.2010, zwischen 16 und 17 Uhr in Stralsund. Wir waren zeitig da und hatten noch ein wenig Zeit für einen Abstecher in die Altstadt. Dort kam uns das vor die Linse :-)

Simson-Apotheke in Stralsund,

Einwurf: Zum Treffen, zur Abfahrt, zur Überfahrt (40 Mopeds knattern übern Rügendamm :-) ) nach Rügen und vielem mehr, wird es sicherlich auf simson-ruegentour.de bald Berichte, Fotos, Videos geben. Ich beschränke mich hier auf ein paar ganz persönliche Eindrücke und Ansichten. Auch macht sich immer wieder eine Erfahrung breit: Wer (zum Beispiel bei einer Feier) ganz viel fotografiert oder gar filmt, hat fast nix mehr von der Party. Deswegen gibt es von uns nicht so viel Fotos.

1. Tag: Prora.

Gut, dass wir nach den Strapazen der Anreise (und _wir hatten noch fast den kürzesten Weg), keine Zelte aufbauen mussten. Geschlafen wurde in 10-Mann-Zelten der dortigen Jugendherberge(?). Nicht sehr komfortabel, aber die Liegen waren sehr bequem, es ging sehr gut.

Gleich gegenüber war die KdF-Anlage. Sehr imposant. Wie man auf dem Foto sieht, werden derzeit Teile der Anlage saniert. Eine (die?) Jugendherberge (derzeit in 10-Mann-Zelten?) entsteht.

Und: Wir waren in der Ostsee baden!

2. Tag: Abreise aus Prora nach Thiessow.

Bild oben: Unsere Mopeds vor dem Museum http://www.kulturkunststatt.de/. Wir waren u.a. im Motorradwelt DDR. Logisch :-)

Weiter nach Thiessow. Sehr spießiger ordentlicher, schöner Zeltplatz! Empfehlung! Nur über die Straße zum (teilweise) FKK-Strand. Abends gab es eine von mir hoch zu lobende Erbsensuppe und eine von M. hoch gelobte Soljanka. Natürlich am Strand mit Lagerfeuer und so.

Bild unten: Der Mond spiegelt sich im Meer. Auf dem Bild nicht ansatzweise so schön wie life ... Weit rechts auf dem Wasser die vielen Lichter gehören zu einem Gas-Rohr-Verleger-Schiff für "Schröders" Pipeline Russland-Deutschland.

Und: Wir waren in der Ostsee baden!

Frühstück in einer Gaststätte (Name ist mir entfallen) war sehr freundlich, reichlich und gut!

3. Tag: Abfahrt von Thiessow nach Suhrendorf/Ummanz.

Das Zelt musste schon bei starkem Wind zusammengepackt werden. Eine Aufgabe!

Dann ging es auf nach Suhrendorf. Zwischenstopp und Mittagessen in Neukamp im Restaurant Nautilus (Link: VORSICHT! Flashalarm und unangenehme/aufdringliche Geräuschkulisse). Klasse Innenausstattung und feines Essen!

Schon gestern und und der Nacht war es sehr windig. Doch so windig wie in Suhrendorf auf Ummanz ... herrje! Zelt aufbauen war sehr schwierig, aber Regenkleidung trocknen war bei dem Wind ganz einfach. Einfach gucken, ob's Moped sicher steht, Hosen und Jacke dran festbinden, fertig! 10 Minuten im starken Landauf-Wind und das Zeugs ist trocken!

 

Bild unten: Kurze Beratung: Wer wollte alles mit nach Ralswiek zu Störtebecker?

Sichere Helmaufbewahrung bei starkem Wind: 

... nur ein Bild ...

Baden waren wir ab hier nicht mehr. Zu kalt! Aber der Zeltplatz hat, wie alle modernen Zeltplätze, sehr feine sanitäre Anlagen. Und jeder Gast bekommt einen Chip. Den kann man für verschiedene Sachen benutzen, zum Beispiel, wenn man auf die Toilette muss. Kostet nix, aber öffnet die Pforte. Man kann ihn auch mit Geld aufladen. Zum Beispiel um warmes Duschwasser zu haben. Kostet dann 15 Cent pro Viertelminute. (Warmes) Wasser spart man hier wohl durch den Geiz der Gäste ;-) aber es geht auch anders ...

4. Tag: Abfahrt nach Sassnitz.

Eine wunderschöne Tour durch/über Rügen. Nachdem sich in der Nacht der Wind gelegt hat, geht das Zelt abbauen geschmeidig von der Hand. Das Wetter scheint es heute gut zu meinen. Es geht zuerst nach Norden. Mit der Wittower Fähre zur Halbinsel Wittow. Weiter nach Kap Arkona. Und wir durften, auch zur Belustigung der allermeisten und reichlich vorhandenen anderen Gäste*, mit den Mopeds fast ganz an die Spitze fahren. Eigentlich ist's verboten, da Naturschutzgebiet.

Und so sehen vierzig Mopeds plus Begleitung vom Leuchtturm aus aus:

*: Manche haben sich wegen des Zweitaktgestanks sehr pikiert die Näschen zugehalten :-)

Der Barkas

Bevor es vergessen wird: Danke an Tobi, der mit Barkas (zum Transport der allermeisten schweren Sachen [die wir dadurch nicht per Moped schleppen mussten] und der vielen Bierkisten während der Tour) den Abschluss des Konvois abgab. Wir wissen, dass er vielleicht lieber mit seiner "Schwalbe", die sich außerdem auf dem Auto befand gefahren wäre. Der angehängte Camp-Tourist war übrigens voll funktionstüchtig ... das "West"-Kennzeichen habe _ich unkenntlich gemacht.

Aufschrift auf dem Schild:

"www.Simson-Rügentour.de
Achtung, Mopedkolonne voraus.
Bitte nicht überholen.
UNFALLGEFAHR!!!"

Abends Ankunft in Sassnitz auf dem Ferienhof Birkengrund, offensichtlich ein ehemaliges Betriebsferienlager *g* :

Alles auf diesem Ferienhof sah alt nicht neu und teuer aus. Es war urgemütlich, die Verpflegung war wirklich richtig gut, sowohl das Frühstück, als auch das abendliche Grillbüffet.

Unbedingte Empfehlung für alle, die die Natür mögen und Luxus nicht brauchen.

Und: Hier wird auch - und viel einfacher als in Suhrendorf - warmes Duschwasser gespart: Es gibt keine Halterung für die Brausen - und fertig! :-D
Neeeiiin - keine blöde Duschwasser-Kritik. Jedes für sich war sehr in Ordnung!

5. Tag: Sassnitz, Ferienhof Birkengrund

Es regnet. Im Zelt ist's schön trocken. Einige sind nachts in einen der Bungalows umgezogen erfahren wir später. Ihre Zelte sind "abgesoffen". Unseres nicht. Wir schlafen aus und frühstücken sehr gut. Was soll man an solch einem Tag auch anderes tun ...

M. borgt sich einen Regenschirm und holt die Zeitung: Hey, wir sind drin ...

Ein Rommé-Spiel müsste man haben. Wir ziehen unsere Regenklamotten an und fahren in die Stadt - und siehe: es regnet bald nicht mehr. Wir kaufen ein Rommé-Spiel und anderes Zeugs und fahren noch ein wenig umher.

In Sassnitz wurde uns von den M&M's (schade, dass mir diese Abkürzung für "Marion und Matthias" erst zu Hause einfiel) das Restaurant "MS Manfred" empfohlen. Es war wirklich gut! Ich gebe diese Empfehlung an alle Leser weiter.

Bild: auf der "MS Manfred": Nein-nein, wir spielen nicht "Blinde Kuh" oder so, er schaut nur durch sein Mini-Fernglas ...

und nun darf ich ...

Einen Aussichtsplatz den wir tags zuvor erspähten erkunden wir und genießen die Aussicht. Dann fahren wir zu den Wissower Klinken - bzw. dahin, wo sie mal waren.

Ich fühl mich wie ein Eroberer ...

... ach, ist doch nur Spaß!

Wo sind diese ******-Wissower Klinken hin?!

Ha! Die Tür steht grad offen und Tobi wirds uns verzeihen: Einmal nur Probesitzen ....

Für den Abend war eine Hanomag-Tour geplant, an der wir aber nicht teilnahmen. Die, die mitgefahren sind, waren sehr begeistert!

Resühmäh: ... noch nicht fertich ....

Sonst noch:

Ein schöner Schnappschuss! Geknipst am Freitag in Sassnitz, in irgendeinem Zeitungsladen ...

Frage: War diese Überschrift Absicht, oder sollten wir den Redakteur/Verantwortlichen für diesen beherzten Griff ins Klo mit Wattebällchen bewerfen? 

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  • 2. Antwort von
  • Sylke
  • Wed September 15, 2010
    13:19:10
Comment
Badehose?
Sowas brauchen wir eigentlich nie :-)
Letzten Sonntag waren wir wohl für dieses Jahr das letzte Mal baden, im See vorm Haus.
Danke für das Lob :-)
  • 1. Antwort von
  • Schwalbenfahrer
  • Tue September 14, 2010
    18:22:22
Comment
Super Tourbericht
Mensch. Daß Ihr es 2 mal in die Ostsee geschafft habt. Respekt. Ich hab mir ja vor der Tour extra eine Badehose gekauft. War mir dann aber doch immer zu kalt zum Baden.
Wegen der Sanitären Anlagen hast Du was vergessen zu erwähnen. Während in Suhrendorf auf eine Halterung für die Brause verzichtet wurde, gab es in Prora keine Möglichkeit, seine Klamotten irgendwo abzulegen. Hier gab es zwar Warm-Wasser "All you can shower", aber man sollte hier vermutlich zum FKK gezwungen werden. ;-)