Menü
Suche
Der Name Wienold
Schulz, Schmid/t, Schneider, Krautz.... für alle Namen gibt es irgendeine Bedeutung.
Doch wir fragten uns eigentlich schon immer mal, was unser Name - also "Wienold" bedeutet. Hin und wieder habe ich versucht, mal beim Prof Dr. Udolph auf meinem Lieblingssender RadioEins zur Namenskunde dranzukommen, habe es aber nie geschafft telefonisch durchzukommen.
(Nun, im Zuge der neuen Indizien habe ich es noch einmal versucht...)
Ein Anruf
Vor wenigen Wochen (so Mitte ... Juni 2007), klingelte im Büro meines Vaters das Telefon. Ok - das tut es öfters, aber diesmal war es ein Anruf von einem Herrn Wienold, der weder eine Wohnung in Spremberg suchte, noch einen oder mehrere unserer Wohnwächter Gesundheit haben wollte. Trotzdem Herr Wienold als selbstständiger Unternehmensberater noch voll im Berufsleben steht, hat er es sich zur Aufgabe gemacht, so viel "Wienolde" (so nennt er uns, nicht etwa "Wienolds") wie möglich zu kontaktieren.
Ok, Vater war nicht da und ich - Internetmensch wie ich nun mal bin - habe logischerweise an Nepper, Schlepper, Bauernfänger gedacht, und erst einmal Recherchen angestellt. Es gab/gibt ihn. Auch seine Firma, auch die Telefonnummer war echt. Ich rief ihn also zurück und bekam die unglaublichste Geschichte meines Lebens zu hören:
Hier ein paar Fetzen aus dem Gespräch (sinngemäß):
"Ja wissen Sie denn nicht wer wir sind?", "Haben Sie denn nie nach dem Namen geforscht?" ('Ähm - ja - hallo? in der ddr? Wie...'), "Aber unser Vorfahre war doch der Wendenkönig! Samo, der Wendenkönig, wissen Sie denn nicht?! Er herrschte von 623 an 35 Jahre lang...", "... es gibt ein Wappen, einen Hausorden - offiziell: "Samo - Orden zur Wendischen Krone", eindeutige Belege für die Abstammung des Namens - unserer Familie..." ... und so weiter. Eine halbe Stunde lang.
Ich hörte mir das alles an, meine Augen wurden immer größer. Nee nich... ?!
Es ging weiter:
"Ja, den Hausorden habe ich auch schon verliehen. Der Kurator vom Wendischen Museum in Cottbus weiß auch bescheid... - Sie wohnen bei Cottbus und wissen Nichts?", "Es gibt doch aber noch Landstriche, die heißen Wienolds-Wald..., Wienolds-Wiesen...", "... es gibt Literatur, die Wienolds-Bibliothek befindet sich am Archiv in Darmstadt...." usw. Ich konnte mir unmöglich alles merken und versprach, sobald der Vater da ist, rufen wir zurück. So geschehen. Das Gespräch hatte den Effekt, dass mein Vater am nächsten Tag in das Wendische Museum nach Cottbus fuhr und sogar gleich Gelegenheit hatte, mit dem Kurator zu sprechen.
Im Wendischen Museum Cottbus
Der Kurator des Museum bestätigte alles, was Herr Wienold sagte - mit einem Lächeln: Ja, es gibt eine fast lückenlose Indizienkette, jedoch keine Beweise. (Schade das die wenigsten Leute damals schreiben konnten und Videokameraden gabs wohl auch noch nicht.... ) Aber: Es gibt auch keinerlei Gegenbeweis! Jedenfalls brachte mein Vater ein Foto des Hausordens mit und die Bestätigung, dass an der Geschichte irgendwie etwas dran sein könne.
Material, "Dokumente" und ein Buch
Seit dem geht reger Briefwechsel zwischen dem Herrn Wienold und uns hin und her. Herr Wienold schickt uns alles Material was irgendwie zu kopieren geht, wir stellen Fragen, er antwortet.
Wir haben das Wappen,
Kopien alter Tageblätter und die Kopie eines Buches, welches den eindeutigen Beweis liefern soll. Das Buch heißt: "Das Simsonsgrab" und wurde 1937 von dem ehemaligen damals 70jährigen Pfarrer Heinrich Zinn geschrieben. Doch dazu auf der Unterseite (folgt) mehr.
So ging die Geschichte mit dem Anruf. Die dazugehörigen "Untergeschichten" kommen, wie sich das gehört, auf die Unterseiten. Auch mein persönliches Fazit wird dort in Kürze irgendwann, wenn ich alles aufgearbeitet habe, zu lesen sein.
So sitze ich nun hier und überlege, ob ich das Wappen beidseitig ans Auto pappe, wer mir die Räder abschraubt und Holme befestigt (Supergedanke: 'ne Sänfte mit MP3-Radio!) ... und überhaupt:
Nennt mich einfach Prinzesschen!
;-)

Kommentar schreiben
21:54:06
10:35:23
11:03:51
09:35:10
18:21:39
16:14:27
13:48:40
23:48:39
12:48:09